Die Projektidee

(1.1) Kurze Beschreibung der Projektidee

Das PartnerProjekt Golf "Ein Schlag gegen den Schlag" bietet Schlaganfall-Betroffenen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, mit behindertengerechten Geräten und geschulten Trainern den Golfsport zu erlernen. Die Behinderten haben die Möglichkeit, den Sport im Rahmen eines Schnuppertages kennenzulernen und danach für mehrere Monate oder länger an einem regelmäßigen Golftraining teilzunehmen.

(1.2) Gesellschaftliches Problem

Behinderte Menschen werden von der Gesellschaft häufig ausgegrenzt und leben isoliert. Gerade plötzlich behinderte Menschen, die aus ihrer gewohnten Lebensbahn geworfen wurden, sind oft hilflos und verhalten sich passiv. Sie verlieren ihr Selbstwertgefühl und vereinsamen.

(1.3) Wem nützt das Projekt konkret?

Das Golf-Angebot richtet sich zunächst an Menschen, die durch einen Schlaganfall behindert sind (ca. 200 000 Personen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall) sowie an ihre Angehörigen/Partner. In einem zweiten Schritt kommen auch andere Schädel-/Hirnverletzte hinzu, z.B. Personen, die durch einen Unfall oder einen Tumor behindert sind. Dabei reicht die Bandbreite der Behinderungen vom Im-Rollstuhl-Sitzen über halbseitige Lähmungen, Taubheitsgefühlen und Missempfindungen bis zu Sehbehinderungen.

(1.4) Was soll mit diesem Projekt erreicht werden?

Ziel des Projekts ist zum einen die Therapie der Behinderten - die Rehabilitation - sowie die Prävention vor dem nächsten Schlaganfall. Der Golfsport fördert u.a. die Muskelkraft, die Koordination der Bewegungsabläufe und das Gleichgewicht ebenso wie die Konzentration. Darüber hinaus vermittelt der Sport ein neues Lebensgefühl und steigert das durch die Behinderung verloren gegangene Selbstwertgefühl: Golf wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Es ist ein Sport, der Körper, Seele und Geist gleichermaßen anspricht. Zum anderen fördert das Projekt die soziale Integration von Behinderten in die Gesellschaft, da der Golfsport zusammen mit Personen unterschiedlicher Spielstärke ausgeführt werden kann (z.B. gemischte Flights aus behinderten und nichtbehinderten Personen). Behinderte und Nichtbehinderte haben dadurch mehr Kontakt, gemeinsame positive Erlebnisse und Freude. Hemmungen im Umgang miteinander werden abgebaut.

(1.5) Wie wird das Projekt finanziert?

Das Projekt wird von Sponsoren (Privatpersonen, Firmen) in Form von Sach- und Geldspenden unterstützt. Nach einem Jahr tragen die Teilnehmer die laufenden Kosten.